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Ein Instrument nur für KMU

Programmziele:

Der EIC Accelerator Pilot richtet sich auf europäischer Ebene ausschließlich an kleine und mittlere Unternehmen mit Wachstumspotenzial, einer risikoreichen Idee mit hohem Marktpotenzial und Innovationsgrad sowie europäisch bzw. international ausgerichteter Geschäftstätigkeit. Verfolgt wird dabei ein themenoffener Ansatz. Neben technologischen können auch nicht-technologische Innovationen, wie z. B. soziale Innovationen oder Innovationen im Dienstleistungssektor, unterstützt werden.

Wer wird gefördert?

  • Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) mit Wachstumspotenzial, Ideen mit hohem Marktpotenzial und Innovationsgrad sowie europäisch bzw. international ausgerichteter Geschäftstätigkeit
  • Antragsberechtigt sind ausschließlich gewinnorientierte KMU (KMU-Kriterien der EU) mit Sitz in den den EU-Mitgliedsstaaten oder in H2020-assoziierten Ländern.
  • Als Unterauftragnehmer können Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder größere Unternehmen das geförderte KMU unterstützen.

Programmstruktur

Der EIC Accelerator Pilot stellt eine Unterstützung für KMU bis zur Marktreife und darüber hinaus zur Verfügung. Die direkte Förderung erfolgt in zwei Phasen:

  • Phase 1: Machbarkeits- und Durchführungsstudien zur Erprobung des Prototyps am Einsatzort, Pauschalförderung mit max. 50.000 Euro (davon 20.000 Euro Vorfinanzierung, 5% werden durch den Garantiefonds zurückgehalten)
    Achtung! Läuft nur noch bis zum Stichtag am 5. September!
  • Phase 2: Durchführung marktnaher Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte am Einsatzort, bis zu 2,5 Mio. Euro über einen Zeitraum von 12-24 Monate bei einer Förderquote von 70% (Umfang der Vorfinanzierung wird individuell vereinbart). Ab dem Stichtag vom 9. Oktober 2019 kann zusätzlich (optional) Beteiligungskapital in Höhe von maximal 15 Mio. Euro beantragt werden.

Parallel zu sowie anschließend an die zwei Phasen werden erfolgreiche Antragsteller im Rahmen der Business Acceleration Services bei der Markteinführung unterstützt. Hierfür stehen keine direkten Fördergelder zur Verfügung. Die Dienstleistungen umfassen u.a.:

  •  Beratung zu Finanzierungsinstrumenten wie Krediten und Beteiligungskapital
  •  Schulungen und Konferenzen
  •  Kontakte zu Investoren
  •  Vernetzung mit anderen Unternehmen
  •  Teilnahme an Messen im Ausland

Coaching

Erfolgreiche Antragsteller der Phasen 1 und 2 erhalten ein unterstützendes Coaching und Mentoring (Phase 1 - bis zu drei Tage; Phase 2 - bis zu zwölf Tage). Die Kosten dafür werden zusätzlich zur Förderung finanziert. Das Coaching der Phasen 1 und 2 sowie die indirekten Unterstützungsmaßnahmen der Phase 3 werden durch das Enterprise Europe Network unterstützt.

Weitere Informationen zum begleitetenden Coaching und Mentoring durch das Enterprise Europe Network finden Sie >> hier.

Antragsverfahren und Ausschreibungen

Achtung! Bei Antragstellung muss der Technologiereifegrad TRL 6 vorliegen. Das heißt, die Forschung sollte abgeschlossen sein und ein funktionsfähiger Demonstrator vorliegen. Gefördert wird in der Regel die marktnahe Entwicklung ab "Demonstration unter Einsatzbedingungen". Der EIC Accelerator Pilot ist sehr selektiv. Nur die besten Anträge haben eine Chance auf Förderung.

Für den EIC Accelerator Pilot können laufend Anträge bis zum jeweiligen Stichtag ("cut-off date") eingereicht werden. Es gibt in der Regel vier Stichtage pro Jahr. Die Anträge sind online über das Teilnehmerportal einzureichen und können bis zum Stichtag jederzeit überarbeitet werden. Im Anschluss an die Stichtage beginnt die Begutachtung der Projektanträge. Im Accelerator erfolgt die Begutachtung zweistufig. Nach dem Online-Verfahren werden in der zweiten Stufe zusätzlich besonders erfolgversprechende Antragstellende zum Interview nach Brüssel eingeladen. Dort stellen sie ihr Vorhaben einem Experten-Panel vor. Die Anträge der KMU mit den überzeugendsten Interviews werden zur Förderung ausgewählt.
Die „Time to Grant“, d.h. die Zeitspanne zwischen Stichtag zur Einreichung und Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung beträgt drei Monate für Phase 1 und sechs Monate für Phase 2.

Die Wiedereinreichung abgelehnter Anträge ist möglich, sobald der Ablehnungsbescheid bei den Antragstellenden eingegangen ist.

Call: SME instrument
Call-Identifier: EIC-SMEInst-2018-2020

Budget 2018: 47,97 Millionen Euro (Phase 1) I 417,4 Millionen Euro (Phase 2)
Budget 2019: 55,2 Millionen Euro (Phase 1) I 480,5 Millionen Euro  (Phase 2)
Budget 2020: 60,1 Millionen Euro (Phase 1) I 522,9 Millionen Euro (Phase 2)

geschätzte Anzahl geförderter Projekte 2018: 959 Projekte (Phase 1) I 260 Projekte (Phase 2)
geschätzte Anzahl geförderter Projekte 2019: 1104 Projekte (Phase 1) I 300 Projekte (Phase 2)
geschätzte Anzahl geförderter Projekte 2020: 1201 Projekte (Phase 1) I 326 Projekte (Phase 2)

offene Stichtage Phase 1 (jeweils 17:00 Uhr Brüssel-Ortszeit)
2018: 8. Februar 2018 I 3. Mai 2018 I 5. September 2018 I 7. November 2018
2019: 13. Februar 2019 I 7. Mai 2019 I 5. September 2019 I 6. November 2019
2020: 12. Februar 2020 I 6. Mai 2020 I 2. September 2020 I 4. November 2020

offene Stichtage Phase 2 (jeweils 17:00 Uhr Brüssel-Ortszeit)
2018: 10. Januar 2018 I 14. März 2018 I 23. Mai 2018 I 10. Oktober 2018
2019: 9. Januar 2019 I 3. April 2019 I 5. Juni 2019 I 9. Oktober 2019
2020: 8. Januar 2020 I 18. März 2020 I 19. Mai 2020 I 7. Oktober 2020

 

Bewertungskriterien

Die Anträge werden im Begutachtungsprozess nach den Kriterien Innovationsstärke ("Excellence"), Marktfähigkeit ("Impact") und Qualität der Umsetzung ("Implementation") bewertet. Im Fokus stehen dabei Aspekte wie das Risiko- und Marktpotenzial, der europäische Mehrwert (warum EU-Förderung statt nationaler Förderung?) und das Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Point (USP)). Zudem werden die Umsetzungskapazitäten und das Entwicklungspotenzial der KMU sowie deren Kommerzialisierungsstrategie bewertet.

Die Bewertung wird in einem zweistufigen System (s.u.) durch Gutachterinnen und Gutachter vorgenommen, die eine Förderempfehlung aussprechen. Die Europäische Kommission sucht, insbesondere auch für den EIC Accelerator Pilot, Expertinnen und Experten mit Industrieerfahrung oder Investoren, die Interesse haben, Begutachtungen im Auftrag der Kommission bzw. der Exekutivagentur für KMU, EASME, durchzuführen. Interessierte können sich über das Funding & Tenders Portal registrieren. Expertinnen und Experten, die sich in die Datenbank der Europäischen Kommission als Gutachter eintragen, können weiterhin als Antragstellende an allen Förderbereichen von Horizont 2020 teilnehmen. Sind Sie als Gutachterin bzw. Gutachter für einen Stichtag aktiv, dürfen Sie zu diesem Stichtag keinen Antrag im EIC Accelerator Pilot stellen. Die Teilnahme am Begutachtungsprozess bietet wertvolle Einblicke, die bei der Erstellung eigener Anträge hilfreich sein können.


Unterstützung durch das EEN Bremen

Gern unterstützen wir Sie bei der Einordnung Ihrer Projektidee in das geeignete Topic, sowie der Antragstellung und/oder Projektpartnersuche. Senden Sie uns hierzu einfach eine Projektskizze zu Ihrem Vorhaben, das erleichtert die Zuordnung.

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Weitere Informationen: