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Online-Konsultationen

Die Europäische Kommission ruft fortlaufend zur Teilnahme an Online-Konsultationen über zukünftige Gesetzesvorhaben auf, um auch Einzelmeinungen in ihre Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Eine Auswahl aktueller Konsultationen finden Sie hier:

1. Konsultation zur grenzüberschreitenden Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen („Skills Portability“-Initiative) – Teilnahme bis zum 25. März 2026 möglich

Die Europäische Kommission möchte von Ihnen erfahren, mit welchen Herausforderungen Ihr Unternehmen bei der grenzüberschreitenden Rekrutierung von Fachkräften konfrontiert ist. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielen eine entscheidende Rolle in der „Skills Portability“-Initiative. Ziel dieser Initiative ist es, die Mobilität von Arbeitskräften zu erleichtern, den Binnenmarkt zu stärken sowie Arbeits- und Fachkräftemangel wirksam zu bekämpfen. Mit dieser Konsultation werden Erkenntnisse und Empfehlungen zu den besten Ansätzen für die grenzüberschreitende Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen gesammelt. Vereinfachungspotenzial sieht die Kommission insbesondere in folgenden Themenfeldern:

  • Qualifikationen:

Die formale Anerkennung von Abschlüssen und Bescheinigungen (z. B. Hochschul- oder Berufsabschlüsse).

  • Kompetenzen:

Die berufsbezogene Anerkennung von Fertigkeiten auf Grundlage von Wissen und Erfahrung (z. B. Softwareanwendung, Maschinenreparatur, Pflegeleistungen).

  • Zertifikate:

Die Ausstellung physischer oder digitaler Bescheinigungen über Lernergebnisse, die bestätigen, dass eine Person nach einer formalen oder informellen Lernerfahrung bestimmte Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen erworben hat.

  • Microcredentials:

Physische oder digitale Nachweise über Lernergebnisse aus kurzen Lernformaten (z. B. Kompakt- oder Weiterbildungskurse).

  • Überprüfung digitaler Zertifikate:

Sichere elektronische Nachweise (z. B. digitale Versionen von Diplomen oder Führerscheinen), die einem physischen Dokument gleichwertig sind.

Die Ergebnisse der Konsultation fließen in politische Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Verbesserung der Übertragbarkeit von Kompetenzen und Qualifikationen innerhalb der EU ein.

Die Umfrage ist bis zum 25. März 2026 geöffnet:

Zur Umfrage: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/bd8934d4-7cde-1fd6-5ff8-07baae21f036

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Erfahrungen und Vorschläge einzubringen. Ihre Rückmeldungen sind von großer Bedeutung für die zukünftige Gestaltung der EU-Arbeitsmärkte und Qualifikationssysteme.

2. Ihre Teilnahme an der Umfrage zur Überarbeitung des New Legislative Framework (Rechtsrahmen für den Handel von Waren im EU-Binnenmarkt) bis zum 31. März 2026

Das System des New Legislative Framework (NLF) gehört zu den einflussreichsten Rechtsrahmen der EU und bildet den zentralen Handlungsrahmen für das Inverkehrbringen von Industrieprodukten in der EU. Seit seiner Einführung im Jahr 2008 hat sich die Produktwelt jedoch grundlegend verändert. Daher soll der Rechtsrahmen nun gezielt modernisiert werden.

Nutzen Sie die Gelegenheit, eine aktive Rolle bei der Überarbeitung zu spielen, und nehmen Sie an der folgenden Umfrage teil!

Die Umfrage richtet sich an KMU entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die einer oder mehreren der rund dreißig produktspezifischen Rechtsvorschriften unterliegen, die mit dem New Legislative Framework (NLF) im Einklang stehen. Betroffen sein können KMU als Hersteller, Importeure oder Händler, die ihre Produkte entweder online oder im stationären Handel vertreiben.

Die Umfrage untersucht:

  • inwieweit KMU bereit sind, digitale Herausforderungen zu bewältigen,
  • worin die größten Belastungen für KMU bestehen,
  • ob und in welchem Umfang KMU die Digitalisierung als Instrument zur Vereinfachung ansehen.

Die Ergebnisse der Umfrage werden gemeinsam mit den Resultaten öffentlicher und gezielter Konsultationen sowie Interviews, die im Rahmen der Überarbeitung des NLF durchgeführt wurden, in die Folgenabschätzung des neuen Rechtsrahmens einfließen.

Die Umfrage ist bis zum 31. März 2026 geöffnet:
Zur Umfrage:
https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/971c5201-6978-0399-c236-04f5595f2567

3. EU-Konsultation zum Digital Product Passport – Teilnahme bis zum 23. April 2026 möglich

Die Europäische Kommission führt derzeit eine Umfrage zum Digital Product Passport (DPP) durch. Ziel ist es, Einschätzungen von Unternehmen – insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) – zu Kosten, technischem Aufwand und Unterstützungsbedarf im Zusammenhang mit der Einführung des DPP zu sammeln.

Der Digital Product Passport ist Teil der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) und soll künftig als digitale „Identität“ eines Produkts zentrale Informationen maschinenlesbar bereitstellen, beispielsweise über QR-Codes oder RFID-Tags. In den kommenden Jahren wird der DPP schrittweise für immer mehr Produktgruppen auf dem EU-Markt verpflichtend.

Die Umfrage richtet sich an KMU, die künftig vom Digital Product Passport betroffen sein könnten. Die Ergebnisse fließen in die weitere Ausgestaltung der Anforderungen ein und sollen dazu beitragen, den DPP praxisnah umzusetzen.

Die Umfrage ist bis zum 23. April 2026 geöffnet.

Zur Umfrage:
https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/177f7d81-82f4-e4a5-20d6-a7ebdec32cfa

 

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